Volkszählung

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Volkszählung

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VoŐ£lks|z√§h|lung ‚Ć©f. 20‚Ć™ Feststellung der Anzahl aller Angeh√∂rigen der Bev√∂lkerung

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VoŐ£lks|z√§h|lung, die:
Gewinnung statistischer Daten √ľber die Bev√∂lkerung durch amtliche Erhebung.

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Volkszählung,
 
ZeŐ£nsus, zu einem bestimmten Zeitpunkt (Stichtag) erfolgende staatliche Erhebung statistischer Daten √ľber die gesamte Bev√∂lkerung (Bev√∂lkerungszahl, Berufs- und Wohnungsverh√§ltnisse usw.), die prim√§r f√ľr staatliche Planungen und Ma√ünahmen notwendig sind. Die Volksz√§hlung erfolgt aufgrund eines Gesetzes, das Vorschriften √ľber die Pflicht, Angaben zu machen, enth√§lt und die anonyme Verwendung der erhobenen Daten sowie deren Geheimhaltung regelt. - Im Zusammenhang mit der in der Bundesrepublik Deutschland f√ľr 1983 geplanten Volksz√§hlung, die wegen Bef√ľrchtungen des Datenmissbrauchs zu betr√§chtlicher politischer Unruhe f√ľhrte, leitete das Bundesverfassungsgericht aus der Verfassung ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung ab und stellte bestimmte Anforderungen zur Sicherung dieses Rechts bei der Volksz√§hlung auf; die Volksz√§hlung fand schlie√ülich 1987 statt. Mit dem Mikrozensus lassen sich aufgrund verfeinerter statistischer Methoden √§hnliche Zwecke erreichen, allerdings bietet er f√ľr Regionen oder Gemeinden keine Informationen.
 
 
Im Altertum gab es Volksz√§hlungen bei Chinesen, √Ągyptern und Juden. Die B√ľrgerlisten in Griechenland und der Census in Rom stellten ebenfalls eine Art Volksz√§hlung dar. In Deutschland haben zuerst einige St√§dte (N√ľrnberg 1449) den Versuch solcher Z√§hlungen unternommen. Bei den sp√§teren Landesz√§hlungen wurde v. a. die Zahl der Feuerstellen ermittelt. In Preu√üen wurden ab 1686 j√§hrlich Z√§hlungen der Landbewohner vorgenommen, 1719 wurde die erste Bev√∂lkerungs-Tabelle der kur- und neum√§rkischen St√§dte angefertigt, 1725 fand die erste allgemeine Volksz√§hlung statt. Auch andere L√§nder in Deutschland und andere europ√§ische Staaten, so England und Schweden, f√ľhrten im 18. Jahrhundert Volksz√§hlungen durch. In √Ėsterreich fanden die ersten Volksz√§hlungen unter Maria Theresia statt, f√ľr die Schweiz liegen √§ltere Volksz√§hlungen nur f√ľr einzelne Kantone vor. Diese Volksz√§hlungen waren noch sehr unvollkommen, weil aus Mangel an geeigneten staatlichen Organen niemals die ganze Bev√∂lkerung erfasst werden konnte und sich die Erhebungen auf nur wenige Merkmale konzentrierten. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte eine bessere Ausgestaltung. Besonders die belgische Volksz√§hlung von 1846 war unter L. A. J. Qu√©telets Leitung f√ľr die weitere Entwicklung ma√ügeblich. Ausgestaltet wurden die Volksz√§hlungen seit 1853 durch den Internationalen Statistischen Kongress.
 
Im Deutschen Reich fanden Volksz√§hlungen bis 1914 alle f√ľnf Jahre statt, gro√üe, mit Berufsz√§hlungen verbundene Z√§hlungen 1882, 1895, 1907, 1925, 1933 und 1939, in den Besatzungszonen Deutschlands 1946, in der Bundesrepublik Deutschland 1950, 1961, 1970 und 1987. In der DDR fanden 1950, 1964 und 1971, in √Ėsterreich 1951, 1961 und 1971, in der Schweiz 1950, 1960 und 1970 Volksz√§hlungen statt. Die UN bem√ľhen sich um eine internationale Vereinheitlichung der Volksz√§hlungstermine. Angestrebt wird ein 5- bis 10-j√§hriger Turnus.

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VoŐ£lks|z√§h|lung, die: Gewinnung statistischer Daten √ľber die Bev√∂lkerung durch amtliche Erhebung.

Universal-Lexikon. 2012.

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